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Die Sprache des Fächers - eine Einführung in die Fächersprache

Die Sprache des Fächers - eine Einführung in die Fächersprache

Schon mal darüber nachgedacht, dass du mit einfachen Gesten mit deinem Fächer kommunizieren kannst? Ja das geht! Es ist eine jahrhundertealte Tradition, sich mit den Gesten der Fächer zu unterhalten. Woher das kommt und eine kurze Beschreibung mancher Gesten, findest du in diesem Artikel.

 

Geschichte der Sprache des Fächers


Fächer sollen ab dem 18. Jahrhundert verwendet worden sein, um bei gesellschaftlichen Zusammenkünften nonverbale Geheimbotschaften auszutauschen. Regelrechte Wörterbücher ordnen einer Fächergeste (z. B. „Fächer geschlossen an die linke Wange gehalten“) eine Aussage (z. B. „Ich liebe dich“) zu. Es soll sogar Kurse gegeben haben, in denen die Fächersprache gelehrt wurde. Wie die Geheimbotschaften geheim bleiben konnten, wenn ihre Bedeutung allgemein bekannt war (oder andersherum, wie der Empfänger sie verstehen konnte, wenn die Bedeutung geheim war), bleibt unerwähnt.
Tatsächlich listet ein Buch von 1757 verschiedene Gemütsbewegungen auf und nennt die zugehörigen Arten, einen Fächer zu halten. Dabei geht es aber eigentlich nur um die Deutung von Körpersprache, die durch den Fächer betont wird, und darum, wie der Fächer als Requisit der Balz eingesetzt werden kann (z. B. ihn fallen zu lassen, auf dass der Angebalzte ihn aufhebe). Der einzige Beleg für die direkte Zuordnung von Geste und Aussage ist eine nicht datierte Veröffentlichung des Fächerherstellers Duvelleroy (seit 1827). Es ist davon auszugehen, dass die Fächersprache als Marketing-Instrument dieser Firma erfunden wurde, wahrscheinlich gegen Ende des 19. Jahrhunderts.[1]


Die Fächersprache


Die Fächersprache ist die „Kunst des Fächelns“ und zugleich die „galanteste Sprache der Welt“. Gerade die Perfektion im Umgang mit dem Fächer ist in der Gesellschaft des 17. bis 19. Jahrhunderts äußerst wichtig, denn sowohl das Verhalten mit als auch die Bewegung des Fächers können Hinweise auf Herkunft und Stellung der Trägerin geben. Gerade die lautlose Botschaft ist die diskreteste Form von Kommunikation, gerade, wenn es zum Beispiel um Liebeserklärungen geht.

Angesichts dessen kommt es in der Blütezeit der Fächermode im 17. Jahrhundert zur Entwicklung einer eigenen Fächer – Sprache.


Eine Definition von Fächersprache gibt Georg Buß in seiner Monographie „Der Fächer“:



„Lieben, Fürchten, Hoffen, Hassen, Verachten, wie überhaupt jede Gefühlserregung wurde mit dem Fächer klar und graziös ausgedrückt.“



Die Fächersprache besteht primär aus anmutigen Gesten. Auf diese Weise wird die Deutung der Körpersprache durch den Fächer betont. Es handelt sich bei der Fächersprache um eine Sprachausübung aus der Distanz. So konnte diese in der höfischen Gesellschaft gewahrt bleiben und strenge gesellschaftliche Regeln und Verbote umgangen werden. Daneben besitzt die Fächersprache eine ausgebildete Grammatik, da jede Geste ihre eigene Bedeutung hat. Jedoch erfordert die Kenntnis verschiedener Fächerschläge eine gute Einstudierung dieser, weshalb schon bald Fächersprache – Kurse in Instituten angeboten werden. Außerdem wird die Fächersprache – ähnlich der Briefmarkensprache – auf Karten gedruckt und so für ein breiteres Publikum zugänglich gemacht. Daneben gibt es „Wörterbücher“ – ähnlich den Anwendungsheften der Briefmarkensprache –, die eine Fächergeste jeweils einer Aussage zuordnen. Besonderheiten der Fächer – Ausstattung in Bezug auf die Anwendung der Fächersprache sind die Einarbeitung eines kleinen Fernrohrs in den Dorn des Fächers sowie das Einfügen eines winzigen Fensters aus Glas oder Glimmer in das Fächerblatt.


Eine kleine Einführung in die Fächersprache



Fächer …
… geschlossen zum Herz zeigen → Liebesgeständnis
… schnell durch die linke Hand ziehen → Beklagen über Untreue
… umgekehrt in rechter Hand halten → Beschwerde über Verschlossenheit
… an die Spitze der Nase führen → Warnung vor Lauschern
… berührt rechte bzw. linke Wange → Bejahen bzw. Verneinen einer Frage
… öffnen und darüber hinwegsehen → Ersehnter wird abends erwartet
… Zahl der Fächerfalten, über die der Finger fährt → Stunde des „Stelldichein“
… schnell und hörbar zusammenklappen → „Stelldichein“ wird für unmöglich erklärt
… langsam schließen → Zusage von pünktlichem Erscheinen
… halb geöffnet betrachten → Bitte um Bedenkzeit
… langsam entfalten und freundliche beschauen → Erhörung der Werbung
… hängen lassen → Freundschaft bleibt
… schnell bzw. langsam fächeln → verlobt bzw. verheiratet sein
… auf die Lippen legen → Hoffnung auf einen Kuss

 

 

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